Abel Tasman Coastal Track kayaken

Der Abel Tasman Nationalpark auf der Südinsel ist der kleinste Nationalpark von Neuseeland. Hier liegt einer der Great Walks: der Abel Tasman Coastal Track. Besonderheit dieser Wanderung – man kann sie auch per Kayak zurücklegen. In drei Tagen zu Fuss entlang der goldenen Strände, oder eben mit dem Kayak.
Ich habe mich hinreißen lassen eine geführte Kayaktour plus eine erweiterte Wanderung zu buchen. In diesem Blogbeitrag möchte ich von meinem sommerlichen Erlebnis berichten.

Bevor es losgeht, möchte ich noch kurz erzählen, warum ich mich für die geführte Kayaktour entschieden habe. Grund ist mehr oder weniger, dass ich Kyle, von barekiwi, vorher kennengelernt habe. Aufmerksam wurde ich während meines Roadtrips auf Ihn, durch Instagram und Youtube. Irgendwann haben wir uns auf ein Bier getroffen und uns über Drohnen und Neuseeland ausgetauscht. Er hat mir erzählt, dass er im Sommer Guide bei Abel Tasman Kayaks ist, während er im neuseeländischen Winter reist, oder einen anderen Job hat.

Da ich ein paar kleinere Wanderungen im Abel Tasman bereits hinter mir hatte, wollte ich mal ein paar Tage „den ganzen Park“ mit dem Kayak erleben.

Tag 1: Packen, Wassertaxi, Totaranui & Separation Point

Bevor es überhaupt losgehen kann, müssen alle Klamotten, Fotoequipment und persönlichen Gegenstände im Hauptquartier von Abel Tasman Kayaks gepackt werden. Da es Sommer ist, die Temperaturen warm sind, man vollständig verpflegt wird, müssen nur ein paar Anziehsachen, Badehose und ein bisschen Kosmetika eingepackt werden. Außerdem bieten die Kayaks nicht viel Stauraum für persönlichen Kram. Spiegelreflexkamera und GoPro passen auf jeden Fall noch in die wasserdichten Boxen bzw. Beutel.

Goldene Strände im Abel Tasman National Park, Neuseeland
Goldene Strände im Abel Tasman National Park
Kayaks am Strand des Abel Tasman Coastal Tracks
Kayaks am Strand des Abel Tasman Coastal Tracks
Ablegen mit den Kayaks am Totaranui Campingplatz
Ablegen mit den Kayaks am Totaranui Campingplatz
Totaranui Campingplatz
Totaranui Campingplatz

Zelte, Schlafsäcke werden gestellt. Jeder hat sein eigenes Zelt, perfekt 🙂 Mit mir am Start ist noch ein Paar aus England, sowie Kyle, unser Guide.

Mit dem Wassertaxi werden wir, unsere Klamotten, sowie die zwei Doppelkayaks von Marahau nach Totaranui gebracht. Dort angekommen, schleppen wir alles auf den Campingplatz, bauen die Zelte auf und lagern alles darin. Anschließend geht es zur lockeren Wanderung in rund 1,5 Stunden von Totaranui zum Separation Point. Der Aussichtspunkt soll durch Lautsprechergeräusche Tölpel (engl.: Gannet) anlocken. Leider haben wir keine gesehen. Pausen haben wir zwischendurch an den goldenen Stränden eingelegt, da die Sonne ordentlich gebrutzelt hat.

Nach der Rückkehr hat Kyle den Gasherd ausgepackt und ein leckeres Essen mit Nudeln und Rotwein gezaubert. Lecker schmecker!

Zubereiten des Abendessens
Zubereiten des Abendessens

Tag 2: Ablegen nach Onetahuti Beach

Früh morgens um kurz nach 7 Uhr werde ich wach und kann durch das Zelt die Büsche sehen, leider nicht den Strand. Auf dem geht es nach dem Frühstück heiß her. Zwei weitere Paddlern stoßen zu unserer Gruppe, ein Kiwi und ein Israeli. Gemeinsam werden die nun drei Kayaks seetauglich gemacht, u.a. müssen Zelte, Gaskocher mit großer Gasflasche, sowie Proviant verpackt werden. Man kann auch mal kurz ins Meer hüpfen, da es angenehm warm ist.

Los geht die Tour bei strahlendem Sonnenschein und einem Maori Gruß von Kyle.

Totaranui Bay - Kayak im Abel Tasman
Los geht die Kayaktour in der Totaranui Bucht

Mittags wird eine Pause in der Canoe Bay gemacht. Hier war ein Seehund voller Spieltrieb und tauchte mit mir um die Wette, natürlich hab ich ihn gewinnen lassen. Weiter ging es zum Shag Harbour, einer kleinen Bucht, die nur bei Flut mit dem Kayak erreichbar ist. Da es der erste Besuch der Bucht in dieser Saison für Kyle war, lies er es sich nehmen, die Drohne einmal abheben zu lassen. Ich habe ihn tatkräftig unterstützt, da wir die ganze Zeit im Kayak saßen. Aufregend!

Entspannt ging es weiter zum Onetahuti Beach, unserem Campingplatz für die zweite Nacht. Auch hier wurden wir wieder von Kyle und seiner Freundin Lisa, die am Campingplatz zu uns kam, bekocht.

Abendessen auf dem Gaskocher
Abendessen auf dem Gaskocher
Onetahuti Campingplatz
Onetahuti Campingplatz

Damit der Abend locker und fröhlich ausklang, erzählte uns Kyle noch eine Geschichte von Abel Tasman, der als erster Europäer hier in Neuseeland den Boden betrat. Außerdem zeigt uns Kyle noch einen geheimen Platz hier in der Bucht, der auch weiterhin geheim bleibt 😛

Tag 3: Torrent River, Cleopatras Pool – auf nach Anchorage

Wie jeden Morgen gibt es ein leckeres Frühstück, mit Bacon und Ei! Sehr gut! Damit kann der Tag nur super werden.

Oneha Bay
Onetahuti Bay

Vorbei an Tonga Island, der kleinen Insel, die in der Bucht von Onetahuti liegt, geht die Paddelei heute los.

Das heutige Highlight ist Cleopatra’s Pool. Ein Fluss hat sich seinen Weg durch riesige Felsen geebnet und daraus eine Cleopatra Figur geschmiedet. Zusätzlich hat sich eine natürliche Wasserrutsche ergeben. Einmal getestet, will man garnicht mehr aufhören zu rutschen. Zwar trage ich ein paar blaue Flecken an den Schulterblättern davon, ist aber halb so wild. Schließlich sind es Felsen, auf denen man rutscht.

Um überhaupt zu Cleopatra’s Pool zu gelangen paddeln wir vom Meer aus auf den Falls River, machen dort zuerst eine Kaffeepause und laufen zur Wasserrutsche.

Angebundene Kayaks auf dem Falls River
Angebundene Kayaks auf dem Falls River

Der abschließende Wasserweg nach Anchorage, der wohl bekanntesten Bucht im Abel Tasman ist nachmittags leicht erledigt. Jeder baut sein Zelt wieder auf, und hat noch Zeit ein bisschen Schwimmen zu gehen, oder wie ich den Te Pukatea Bay Walk inklusive Pitt Head zu laufen. Auch hier befindet sich ein kleiner Campingplatz. Besonders an der Bucht ist die sichelförmige Rundung.

Snack am Nachmittag, Anchorage, Abel Tasman
Snack am Nachmittag
Te Pukatea Bay - Bucht
Te Pukatea Bay – Bucht

Nach dem Abendessen mit Kuchen als Nachtisch, mit dem selbst noch die Nachbarn versorgt werden, gibt Kyle wieder eine super Story am Strand zum Besten!

Tag 4: Wolken & Adele Island

Der vierte Tag beginnt mit Wolken und leichtem Regen, macht aber nichts, es geht ja eh gleich aufs Wasser und da ist man genau so der Natur ausgeliefert. Ob man nun von oben oder von unten nass wird, ist egal 🙂

Regenjacke an und los geht die Tour nach Adele Island, wo mittlerweile das Wetter sich gewendet hat, und die Sonne wieder scheint. Mit unserer letzten Mittagspause auf der abgelegenen Insel, wo wenige der Kayaker anhalten geht dann bald die 4-Tägige Kayaktour im Abel Tasman erfolgreich und ohne Kentern zu Ende.

Verrückter Abel Tasman Kayaks Guide - Kyle
Man sollte vor dem Guide Angst haben
Letzter Teil der 4-tägigen Guided Tour im Abel Tasman
Letzter Teil der 4-tägigen Guided Tour
Kuchen zur Pause mit Kyle im Abel Tasman National Park
Kuchen zur Pause mit Kyle

 

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